Allianz Arena

Im Norden von München befindet sich das Fußballstadion Allianz Arena. Es verfügt über rund 75.000 Plätze. Seit der Saison 2005/2006 ist die Arena das Heimstadion des FC Bayern München. Bis Ende der Saison 2016/2017 spielte hier auch der TSV 1860 München. Zudem fanden dort Spiele während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 statt sowie das Endspiel der UEFA Champions League 2012. Inzwischen ist die FC Bayern München AG die alleinige Eigentümerin des Stadions.

Die Lage des Stadions befindet sich knapp 10 Kilometer Luftlinie vom Marienplatz entfernt, nördlich im Stadtbezirk Schwabing-Freimann in der Fröttmaninged Heide. Es liegt unmittelbar am Autobahnkreuz Münchner-Nord. So sind zügige An- und Abfahrten zum bzw. vom Stadion möglich.

Der U-Bahnhof Fröttmyaning ist fußläufig erreichbar. In ungefähr 16 Minuten ist man mit der U-Bahn in der Münchner Innenstadt.

Die Allianz Arena verfügt zwar über ein nicht verschließbares offenes Dach, ist aber ansonsten ein geschlossenes reines Fußballstadion. Die internationale Kapazität beträgt knapp 70.000 Sitzplätze.

Die Plätze verfügen über eine Überdachung. Zuweilen fällt aber doch Regen auf Teile der Ränge, da es zu einem Windsog kommen kann.

Die Allianz Arena verfügt mit 9.800 Stellplätzen für PKW über das größte Parkhaus eines Fußballstadions in Europa. Darüber verläuft die sogenannte Esplanade, der Fußweg zum Stadion für Besucher.

Die berühmte Fassade der Allianz Arena

2.760 jeweils 0,2 Millimeter dicke Folienkissen, hergestellt aus Ehylen-Tetrafluorethylen, bilden die charakteristische Fassade. 1.056 dieser Kissen beleuchten die Außenfassade. Insgesamt bilden diese Folienkissen eine Fläche von 66.500 Quadratmeter. Spielt der FC Bayern München, erstrahlt die Außenfassade in Rot und Weiß, finden Länderspiele statt, in Weiß. Die Beleuchtungskosten betragen 50 Euro pro Stunde. Die Leuchtkraft ist so stark, dass in klaren Nächten sogar noch von Berggipfeln in Österreich die Arena zu erkennen ist. Seit dem 12. August 2015 können mit rund 300.000 LEDs alle möglichen Farbverläufe dargestellt werden.

Zur Entstehungsgeschichte der Arena ist zu sagen, dass am 21. Oktober 2001 ein Bürgerentscheid stattfand, der beantworten sollte, ob an der heutigen Stelle ein Stadion gebaut werden soll und ob die dazu erforderliche Infrastruktur von der Stadt bereitgestellt werden soll. Der Architekt des Olympiastadions hatte zuvor einen Umbau dessen abgelehnt. Knapp 70 Prozent sprachen sich für einen Neubau aus. Der Bürgerentscheid zeichnete sich durch die sehr hohe Wahlbeteiligung von 37,5 Prozent aus.

Den darauf folgenden Architektenwettbewerb gewannen schließlich die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron. Sie entwickelten daraufhin ein Konzept, das sehr an den St. Jakob-Park in der Stadt Basel erinnert.

Der Bau der Allianz Arena

Im Herbst 2002 wurde schließlich mit dem Bau begonnen, am 21. Oktober 2002 erfolgte die Grundsteinlegung. Im April 2005 konnten die Bauarbeiten abgeschlossen werden, sodass die Übergabe am 30. April 2005 erfolgen konnte.

In diesem Zuge wurden die U-Bahnhöfe Marienplatz und Fröttmaning der Linie U6 erweitert. Entlang der bestehenden Bahnsteigtunnel wurde der Bahnhof Marienplatz mit zusätzlichen Fußgängertunneln versehen. Dies sollte das Umsteigen zur S-Bahn erleichtern. Auch zwei Autobahnen wurden angepasst: Der A 99 wurde ein Halbanschluss nördlich der Arena hinzugefügt, während die A 9 einen Ausbau auf sechs beziehungsweise acht Fahrstreifen erfuhr.

Nachdem die erste Saison 2005/2006 vorüber war, waren in der Arena 49 Spiele ausgetragen worden, mit insgesamt rund 2,6 Millionen Besuchern.

Von der Allianz Arena zum Geschäftssitz von Heymann & FRIENDS gelangt man wie folgt:

Über Am Kiefernwald links auf Schlößlanger, rechts auf Heidemannstraße, links auf Maria-Probst-Straße, weiter auf Ingolstädter Straße, weiter auf Frankfurter Ring, links auf Silcherstraße, weiter auf Abstrafe, zweimal rechts und dann links.